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A tree grows in Brooklyn
2 Plots, 70 x 100 cm, 2019, für die Ausstellung "Urbane Kommentare"; Packhof, Brandenburgisches Landesmuseum Frankfurt / Oder

Vor der ehemaligen Grundschule Mitte in der Bischofsstraße in Frankfurt/Oder wachsen zahlreiche Götterbaume. Die Pflanze stammt aus Südchina und wird dort auch Frühlingsbaum oder stinkender Baum genannt. Als Sauerstoff- und Honiglieferant, Futterquelle für Seidenraupen und schnellwachsendes Holz ist der Götterbaum dort wichtig. Der Jesuit Pierre Nicolas d'Incarville brachte sie 1742 in den botanischen Garten nach Paris und von dort breitete sich die Pflanze über die gemäßigten Breiten der Welt aus, wobei sie das wärmere Klima der Städte schätzt und seltener auf dem Land zu finden ist. Inbesondere nach dem 2. Weltkrieg, boten die Trümmerbrachen die optimalen Bedingungen für eine schnelle Ausbreitung. In Europa und den USA gilt sie als invasive Art und wird bekämpft, ihre positiven Eigenschaften, seine Resistenz gegen Trockenheit, Hitze und sein großes Blattvolumen zur Sauerstoffproduktion werden bisher wenig in Betracht gezogen. Die Arbeit zeigt die Pflanzen im Eingangsbereich der Grundschule sowie eine Karte, die mit Handzeichnungen die Ausbreitung der Pflanze belegt. Als Grundlage der Zeichnungen dienten street-view-Bilder von Google Maps. Der Titel der Arbeit bezieht sich auf den 1943 erschienen gleichnamigen Roman von Betty Smith, bei dem der tree of heaven zum Symbol für Überlebensfähigkeit und den Pioniergeist einer Familie in Brooklyn wird.

One can finde plenty trees of heaven in Frankfurt/Oder.This chinese tree was brought by Jesuit Pierre Nicolas to the Botanical Garden in Paris in 1742, from there it has spread all over the world.The tree grows well on fallow land,next to highways and in cities on forgotten places and it's fought as an invasive species. Not so in China, they use it in different ways and estimate it as an oxygen supplier. The drawings are based on street-views of google-map. The title refers to a novel of Betty Smith from 1943. In this book the tree of heaven is a symbol for survivability and pioneering spirit of a poor family in Brooklyn.

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